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Die Zahl der älteren und pflegebedürftigen Menschen in München wächst stetig. Bezogen im Jahr 2013 noch 25.194 Personen Leistungen aus der Pflegeversicherung, prognostiziert das Sozialreferat für das Jahr 2020 insgesamt 29.000 Pflegebedürftige. Fast drei Viertel davon werden ambulant versorgt. Erfahrungsgemäß bleibe bei diesen Menschen wenig Zeit für die Zahnpflege, weshalb viele unter Schmerzen und Entzündungen leiden. Hinzu kommt, dass viele aufgrund körperlicher Gebrechen nicht mehr zum Zahnarzt gehen können. Sehr ernüchternd ist die Feststellung, dass kein Zahnarzt Hausbesuche anbietet. Diese Zahlen machen die Notwendigkeit des Pilotprojekts für die zahnmedizinische Versorgung von ambulant betreuten Pflegebedürftigen, Menschen mit Behinderungen und eingeschränkter Alltagskompetenz mehr als deutlich.
Hierzu Stadträtin Eva Caim: „Ich freue mich sehr, dass dieses wichtige Pilotprojekt nun starten kann! Als Krankenschwester weiß ich sehr gut um die Probleme der pflegebedürftigen Menschen und habe deshalb den Antrag für eine bessere zahnmedizinische Versorgung gestellt. Zahnärzte müssen verstärkt zu den Leuten kommen, wenn es anders herum nicht mehr möglich ist. Zunächst starten wir in den Stadtbezirken Obergiesing, Ramersdorf/Perlach und Untergiesing/Harlaching. Nach drei Jahren werden wir sehen, welch großen Erfolg diese überfällige Maßnahme hatte – davon bin ich überzeugt.“
Stadtrat Dr. Hans Theiss, gesundheitspolitischer Sprecher der CSU Fraktion, ergänzt: „Das Vorhaben knüpft direkt an das Leuchtturmprojekt der besseren zahnmedizinischen Versorgung in stationären Einrichtungen an, welches bereits mit dem Deutschen Präventionspreis ausgezeichnet wurde. Für einen besonders hilfebedürftigen Personenkreis stellt dieses Projekt einen wichtigen Baustein im Segment der ambulanten Pflege dar. Mit dieser Förderung übernimmt die Stadt München eine Vorreiterrolle.“

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